G-20-Demo in Lüchow – „Elbe-Jeetzel Zeitung“ im Fokus

Eine laut Polizei unangemeldete Demonstration gegen die Folgen der Proteste rund um den G20-Gipfel in Hamburg fand am Freitag, den 2. Februar 2018 in Lüchow statt. Treffpunkt war das Verlagsgebäude der „Elbe-Jeetzel-Zeitung“ (EJZ). Um die 60 Demonstranten und ein paar mehr Polizisten waren zuvor durch Lüchow gelaufen. Vor der EJZ sammelten sich die Demonstranten und warfen der örtlichen Presse vor, sie habe im vergangenen Jahr repressiv über die G20-Demonstrationen in Hamburg berichtet. Außerdem befand die Gruppe in Sprechchören „Aufruhr und Widerstand – es gibt kein ruhiges Hinterland“, äußerte lautstark die Ansicht „Ganz Lüchow hasst die Polizei“ und forderte Freiheit für die nach den G20-Vorfällen Inhaftierten: „Eins, zwei, drei – lasst die Leute frei“.

Die EJZ hatte den Umgang mit Demonstranten durchaus auch kritisch betrachtet. Damals hieß es in einem Kommentar: „Jede Übergriffigkeit in Familien, jeder Missbrauchsfall, jede tatsächliche Körperverletzung sind gemeinhin medial mehr wert als wenn ein Stein in Richtung eines gut gepanzerten Polizisten fliegt – solange der Stein nicht trifft.“

Polizeisprecher Kai Richter sprach von einem „friedlichen Verlauf“ der nicht angemeldeten Versammlung. Sie habe sich aus Personen aus der Region zusammengesetzt, zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen.

Quelle: „Elbe-Jeetzel-Zeitung“